Kritikerstimmen

Regelmäßig werden die Auftritte von Sabine Koch seit gut zwei Jahrzehnten in der Presse besprochen und zeugen insbesondere von ihrer Vielseitigkeit, wie folgende kurzen Ausschnitte aus Rezensionen belegen können.

Das Monatsmagazin »Strandgut« bespricht das Jugendstückes »Türkisch Gold«, das Sabine Koch für das Theater Skyline inszeniert hat.

Regisseurin Sabine Koch lässt ihre flott gestrickte Begegnung des Urlaubheimkehrers mit seiner Freundin nicht von ungefähr im Proberaum stattfinden, in dem Jonas seine Musik spielt. ...Susanne Lammertz gibt seine beste Freundin als ein nachgerade offenes Buch. Nicht nur ihre Luiza, auch das Publikum staunt, wie blind ihr Angebeteter sie wahrnimmt. Bis zum Schluss mit Kuss und einer witzigen Pointe. Ihr virtuoses Spiel hat Lammertz schon vielfach mit ihrer Kompanie unter Beweis ge- stellt, hier tragen ihre Auftritte ganz wesentlich dazu bei, dass wir uns einbilden, eine Menge Leute an den verschiedensten Orten zu erleben Theater kann das, wenn es die Schauspieler dazu hat.
Strandgut September 2015

Die Produktionen für das Theater Lempenfieber fanden ein vielfaches Echo in der Frankfurter Presse:

...hätte Regiesseur Marc Ermisch nicht mit jeder Schauspielerin aufführen können.
... Erst gibt die Schauspielerin die hysterische Mitvierzigerin, die nicht so wirklich weiß, was sie mit ihrer neu gewonnenen Freiheit anstellen soll. [...] Wie auf Knopfdruck wechselt die Schauspielerin daraufhin in die Rolle des Ehemanns, [...] dann springt Koch zu den Freundinnen.
Frankfurter Neue Presse 25.2.2015

Dabei präsentieren Koch und die „Liederlich Boys“, wie sich die kleine Band nennt, nicht nur Chansons rund um das Kochen und verwandte Themen. Die leidenschaftliche Hobbyköchin Sabine Koch bereitet live auf der Bühne einen Hauptgang und eine Vorspeise zu.
Frankfurter Neue Presse 8.11.2014

Im neuen Stück erlebt ein Paar eine Nacht voller gespenstischer Vorkommnisse - und findet sich in einer Mischung aus Rocky Horror Picture Show und einem Edgar-Wallace-Film wieder.
Frankfurter Neue Presse 20.11.2013

2014 druckte die Frankfurter Rundschau zu den Herbstpremieren im Theater Lempenfieber ein ganzseitiges Interview mit Sabine Koch ab, in dem es unter anderem ihr Verständnis des deutschsprachigen Chansons Thema war.

FR: Aha, Sinnlichkeit ist also für Sie ein wichtiges Thema. Hand aufs Herz: Singen Sie auf der Bühne französische Chansons und trinken ein Glas Rotwein dazu?

SK: Unser Chansonabend ist ein sehr lustiges Programm, nichts für suizidale Rollkragenträger. Ja, ich habe auch den Eindruck, die Zuschauer glauben, Chansonsängerinnen, das sind vom Leben zergrämte Französinnen, die irgendwann betrunken vom Barhocker fallen. Aber wer Spaß an meiner Handschrift hat, wenn ich inszeniere, der kann auch Spaß an meiner Handschrift im Kabarett haben.


Frankfurter Rundschau 7.11.2014

Im Jahr 2013 gab es eine Reihe Besprechungen über Sabine Kochs Auftritte als Chansonsängerin. Mehrfach wurde ihre Ausdrucksstärke und das Gefühl in ihren Interpretationen hervorgehoben:

... begeisterte das Publikum das »Duo Liederlich« mit bösen und auch leisen Chansons.
Hanauer Anzeiger 24.4.2013

„Warum gerade ich?“ Diese Frage brachten die Sängerin und Regisseurin Sabine Koch und René Rudisile am Klavier bei einem sentimentalem Chanson von Herman van Veen auf. „Warum gerade darf ich heute Morgen aufstehen?“, kehrt die Sängerin den Satz ins Positive um. Spielerisch und gewitzt brachten sie das Publikum mit Ihrer Interpretation des Liedes „Als wir dünner waren standen wir uns näher“ zum Lachen.
Cornelia Jantos Hanau Post 22.4.2013

Das „Duo Liederlich“ brilliert mit Liedern von Georg Kreisler. Die Sängerin mit der wunderbar ausdrucksstarken, gefühlvollen Stimme hat in Rudisile einen virtuosen pianistischen Begleiter. Das Klavier schmiedet sie zu einer scheinbar unverbrüchlichen Einheit.
Allgemeine Zeitung 12.2.2013

Sabine Koch trug mit großem Einsatz die heiteren und traurigen, mal einfachen und dann wieder hintersinnigen, zum Nachdenken auffordernden Chansons vor.
Hochheimer Zeitung 15.2.2013

So erleben die Zuschauer C-Promis mit zwei Gesichtern: einem dauergrinsenden, wenn die Kamera läuft – und einem anderen, wenn sie aus ist.

Da gibt es [...] die psychisch gebrochene Chansonsängerin Ursula (lebensnah: Sabine Koch).
Frankfurter Rundschau 21.1.2013

Auch die Rezension über ihren Auftritt als Mutter Oberin in dem Musical Nonnsens, betont die große Kraft ihres Vortrags:

Sabine Koch verleiht der Oberin einen mütterlichen Wumms und liefert sich mit Caroline Isabelle Ruthig ein Zickenduell um die Führung.
Darmstädter Echo 30.1.2012

Aber auch die Regierbeiten von Sabine Koch, wie die Produktion »Die Chaosqueen, ein fetter Chatter, Johnny Depp und ich« finden positive Resonanz in der Presse:

Tatsächlich wähnt man sich zu Beginn des mit Livemusik aktionsreich in Szene gesetzten Stückes an Bord eines Windjammers vor Tortuga, der zum Entern ausholt. Im Eröffnungslied werden die Piraten auf die 7 Meere und die Piratenehre eingeschworen.
Natürlich kommt es auf dem Weg zu zahlreichen Missverständnissen, an denen Dirk und Ulrikes besorgte Freundin Marianne (Regisseurin Sabine Koch) nicht ganz unschuldig sind [...]verbindet Filmmythen und neue Medien zu einer an witzigen Ideen und Verwicklungen strotzenden Internet Satire.
Allgemeine Zeitung 8.3.2011

Die Vielseitigkeit, in unterschiedlichen Rollen mit überzeugender Gestik und Mimik ist mehrfach Thema von Besprechungen:

Gewitzt zeigte Sabine Koch hier ihr großes gesangliches Talent. Mit herrlicher Mimik und Gestik unterstrich die Künstlerin jede weitere Gesangseinlage auf amüsante Art.
Wetterauer Zeitung 2.3.2011

Sabine Koch überzeugt als Vamp, reifer Engel und Frauenrechtlerin.
Allgemeine Zeitung 29.11.2010

In der Rolle von Alessas dominanter Übermutter Ricarda ist Sabine Kochs zu sehen, die auch für die Inszenierung mit stimmiger Personenführung verantwortlich zeichnet.
Musicals Dez 2009

Sabine Kochs Stimme hat ein schönes rauchiges Timbre.
Blickpunkt Musical Nov 2009

Besonders Sabine Koch, die, wenn sie nicht auf der »Showbühne« steht, mit dem Chanson-Duo »Duo Liederlich« durch die Lande tourt, berührt die Zuschauer mit ihrer warmen Alt-Stimme, die der Ballade an die geliebte Tochter viel Gefühl einhaucht.
Mainzer Rhein Zeitung 5.10.09

Auch die Regiearbeit für Musicalproduktionen wurde von der Presse mehrfach als gelungen hervorgehoben:

Regisseurin Sabine Koch sorgt für eine Wende. Der Erfolg durch den Skandal sorgte für Geld in der Firmenkasse, die Schlabberkleidung wurde gegen schicke Kostüme und Anzüge getauscht. Doch diese äußeren Veränderungen sind es nicht, die zählen, sondern dass jetzt alles ein Gang ruhiger angegangen wird und auch das Herz der Zuschauer erreicht wird. Hier sind es vor allem Julia Heiser als Alessa Lechler und Sabine Koch als Ihre Mutter Ricarda Lechler, die mit Ihren Balladen berühren.
www.kulturfreak.de 5.10.2009

Insbesondere 2009 konnte Sabine Koch mit dem Duo Liederlich mehrfach in unterschiedlichen Rahmen die Presse begeistern:

Das Duo Liederlich knöpfte sich Roos' Beitrag zum Grand Prix 1984 vor: «Aufrecht gehen.» Sabine Koch legte bei ihrer ausdrucksstarken Interpretation in die drei bis vier Minuten ihres Gesangs so ziemlich jedes Gefühl einer verlassen Frau: von Schmerz bis zu Stolz und dem zart-zittrigen Aufbruch ins Ungewisse.
Frankfurter Neue Presse 8.9.2009

Verrucht, vulgär, elegisch-melancholisch, zynisch, komisch, makaber, intellektuell, leidenschaftlich, walzerselig -- der Kreisler Interpret muss eine breite Ausdruckspalette beherrschen [...]. Sabine Koch, die vorgetragenen Texte durch intelligente Zwischentexte verknüpfend, beherrscht darüber.
Wetterauer Zeitung 22.4.2009

Nach dem spektakulären (Anti)-Raucher Programm »Starker Tobak« hat das Duo ein frech provokantes und bisweilen berührendes Kreisler-Programm erarbeitet, das auch mit weniger bekannten späten Liedern begeistern kann.
Mainzer Allgemeine Zeitung 18.3.2009

Äußerst verrucht zeigte sich auch das Duo Liederlich mit Auszügen aus ihrem neuen Programm »starker Tobak«. René Rudisile begleitete am Klavier mit stoischem Gesichtsausdruck Sabine Koch in ihre abgründige und temperamentvolle Welt zwischen Qualm und Entzug. In rubinroter Robe verzauberte Koch mit den Gesten einer Operndiva ihr Publikum. Ihre intensive Körperlichkeit, die tollen Texte und ihre unglaubliche Präsenz zeigten eine große Echtheit hinter der Maske. Erdig, energetisch und sehr stürmisch.
Bessunger neue Nachrichten, 7.3.2008

Positive Resonanz gab es im selben Jahr aber auch für Ihre Regie und Schauspielerische Leistung in der Komödie »Die Frau, die man nach dem Sex abschalten kann«.

[...] dort die kontrollsüchtigen Quasseltante Nicole, überzeugend verkörpert von Regisseurin Sabine Koch. Was zu Beginn als eine vielleicht ein bisschen zu lässige Oberflächenkomödie erscheint, offenbart jedoch nach und nach eine nicht selbstverständliche Tiefe.
Rhein Zeitung 2.5.2009

Eine der interessantesten Regiearbeiten stellte die als Tryout im Frankfurter Kellertheater produzierte Inszenierung von Jens Roselts »Body Snacks« dar, was sich auch in den Frankfurter Zeitungen widerspiegelt:

Auch wenn unter der Regie von Sabine Koch die Handvoll mehr von Verachtung denn Freundschaft Verbundenen mit komödientauglichen Boshaftigkeiten und sprachlichen Kabinettstückchen glänzen, wird damit der Albdruck eines moralischen Diktats und einer entmündigenden Gruppendynamik keineswegs entschärft.
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 4.5.2008

Eine Welt, die im kleinen Kellertheater und unter der Regie von Sabine Koch eine beachtliche Größe hat.
Die Inszenierung hat die Stärke, diesem schweren Thema nachdenklich machende und dennoch unterhaltsame Momente abzuringen.
Frankfurter Rundschau, 28.4.2008

Auch in den Jahren 2007 und 2008 wurden die Auftritte in der Presse mit recht unterschiedlichen Hervorhebungen besprochen:

Tritt sie auf, neigen sich die Wände vor Ehrfurcht.
Sabine Koch und der Chanson passen zusammen wie ein Glas Wein und eine Zigarette. Oder wie frische Luft zum Sommerabend?
Frankfurter Rundschau, 20.7.2007

Sabine Kochs weiter Ausschnitt im Abendkleid entsprach diesem Abend ganz der Sinnlichkeit ihrer Stimme.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7.1.2008

Darüber hinaus erweist sich Sabine Koch als meisterhafte Neutexterin und Interpretin von Pop-Klassikern
Darmstädter Echo, 18.3.2008

Eine der beeindruckenden schauspielerischen Leistungen lieferte Sabine Koch 2007 in der Produktion »8 Frauen« der Mainzer Kammerspiele, in der sie die Kritiker mit ihrer Darstellung der Pierette überzeugen konnte.

Und auch Pierrette - herrlich verrucht und stimmgewaltig, Sabine Koch - die Schwester des Toten, hat neben Ihrer gespielten Freizügigkeit etwas zu verbergen.
Rhein-Mainer NET, Mai 2007

Mit der Brachialkomödie »Der Weihnachtsmann ist ein alter Drecksack« lieferte Sabine Koch im Dezember 2006 nicht nur eine von der Presse wegen der trotz allen Klamauks letztlich tragische angelegten Charaktere gelobte Regiearbeit ab, sondern hatte auch einen großen Publikumserfolg lanciert.

Sabine Koch setzt das Stück als fulminant-komische Groteske um, ohne den Holzweg des reinen Klamauks zu gehen, den die Handlung anbietet. Bei allem Slapstick, bei allem Chaos, erweisen sich die Charaktere letztlich als zutiefst tragische Gestalten, die selbst in ihrer Überspitzung noch sehr real und verletzlich daherkommen. Und dennoch den Zuschauer nicht nötigen, sein Lachen zu verschlucken.
Wer also die Nase voll hat vom besinnlich-stillen Weihnachtsabend, der sollte sich Der Weihnachtsmann ist ein alter Drecksack unbedingt ansehen.
Frankfurter Rundschau, 27.11.2006

Auch in der Doppelfunktion als Schauspielerin und Regisseurin konnte Sabine Koch die Presse einhellig von der Produktion »Push Up 1-3« überzeugen:

Die auch Regie führende Sabine Koch glänzt in dieser Rolle, wenn sie eine von Sabine Knauber gespielte jüngere Rivalin (im Kampf um Kramer) gespielte Sabine beruflich abbügelt.
Frankfurter Rundschau, 20.4.2005

Sabine Koch ist eine tolle Lady Macbeth: Sie umgarnt, schmeichelt, bewundert, flötet und gurrt - so lange, bis ihr Gatte zum Mord bereit ist.
Frankfurter Rundschau, 17.02.2003

Bereits vor ein bis zwei Jahrzehnten fand Sabine Koch positive Besprechungen ihrer schauspielerischen Leistungen.

Aber das Durchhalten lohnt sich, nicht zuletzt um dem Tete-a-Tete der extrovertierten Schauspielerin (Sabine Koch) und dem verklemmten Minister "Rolando" (Kai Thomas) beizuwohnen.
Frankfurter Rundschau, 26.3.2002

In Sabine Koch als Celimene hat Tonhausen einen überaus starken Widerpart. Sie gibt wortgewaltig und handgreiflich eine interessante Partylöwin, die eine seichtere Inszenierung ignoriert hätte.
Frankfurter Rundschau, 9.11.2000

Lars Tonhausen konnte neben seiner souveränen Partnerin Sabine Koch, die ihrer Figur die notwendige Tragik und Tiefe verlieh, bestehen.
Frankfurter Neue Presse, 17.10.2000

Sabine Koch [...] hat, was Lob verdient, eine reale Handlung in Gang gesetzt, durch die das Personal charakterisiert und psychologisch verständlich wird.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1998

Regisseurin Sabine Koch hat Hansjörg Graf als Dr. von Alten und Matthias Oheim als Fröbe geschickt geführt, und beide haben sich führen lassem.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 7.5.1996

Ein paar dieser Figuren haften im Gedächtnis: [...] Sabine Koch präsentiert die Hebamme Frau Képes als eine unheimliche Mischung von Geburtshelferin und Todesrichterin.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.3.1994